Kolonnaden Bar
Ein Höhepunkt des Sommerprogramms war die „Kolonnaden Bar“. Das bereits 2017 initiierte Vermittlungsformat bezog im Kolonnadengang an der Spree Quartier. Im Zentrum des Angebots stand ein großes, eigens für diesen Anlass konzipiertes Objekt des Künstlers Wolfgang Flad. Das Objekt erfüllte mehrere Funktionen: Es war Bühne für wöchentlich stattfindende Gespräche, Vorträge und Darbietungen, DJ-Pult für das begleitende Musikprogramm sowie Bar zur Bewirtung der Gäste. Historisch knüpfte die „Kolonnaden Bar“ an eine Trinkhalle an, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts an exakt derselben Stelle auf der Museumsinsel betrieben wurde. Pro Saison fanden acht Veranstaltungen statt, die stets interdisziplinär ausgerichtet waren. Unter jährlich wechselnden thematischen Schwerpunkten, wie z.B. Krise, Gemeinschaft oder Glück, diskutierten Mitarbeiter*innen aus Museen, Schauspieler*innen, Schriftsteller*innen, Modedesigner*innen, Zukunftsforscher*innen, Journalist*innen und andere Professionen an der Bar. Die Gäste verfolgten die Veranstaltungen in Liegestühlen, lauschten und tanzten im Anschluss zur Musik der DJs, kamen bei kühlen Getränken miteinander ins Gespräch und hatten eine inspirierende Zeit auf der Museumsinsel.
SET #10 Politische Bildung
2021/2022 wurde eine der regelmäßig im Haus Bastian stattfindenden Diskursreihen unter das Thema Politische Bildung in Museen gestellt. Fragen nach den Potenzialen von politischer Bildung in kunst- und kulturwissenschaftlichen Museen, etwaige Grenzen zwischen den Disziplinen sowie Möglichkeiten der Evaluierung wurden aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und Praxisbezügen beleuchtet und diskutiert.
Folgende Veranstaltungen luden zur gemeinsamen Diskussion ein:
- Werner Friedrichs, Universität Bamberg: Was ist Politische Bildung als künstlerisch-forschende Praxis?
- Felix Lorenzen, Stiftung Lernen durch Engagement, Barbara von Campe, Kulturerben/Culture Heirs e.V.: Kulturelle und politische Bildung. Ko-kreatives Arbeiten in Netzwerken und Kooperationen
- Désirée Galert, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.: Wer bildet hier wen? Zwischen Lebenswelten junger Menschen und historisch politischer Bildung
- Nadine Balzter, TU Darmstadt: Wirkungsforschung. Wie kann Bildung gemessen werden und welche Auswirkungen hat politische Bildung auf Jugendliche?
SET #11 Ausnahmen sind die Regel!
2022 wurde eine der regelmäßig im Haus Bastian stattfindenden Diskursreihen unter das Thema Inklusion gestellt. Fragen von Teilhabe und Integrität, Barrierefreiheit auf institutioneller, kuratorischer und inhaltlicher Ebene wurden aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, Forschungsansätzen und Praxisbezügen beleuchtet und diskutiert.
Folgende Beiträge luden zur gemeinsamen Diskussion ein:
- Cornelie Dietrich, Humboldt-Universität zu Berlin: Teil haben oder Teil sein? Bedingungen und Stolpersteine inklusiver kultureller Bildung
- Annalena Knors, Corporate Inclusion: Warum sich der Inklusionsbegriff nicht für die Bewerbung kultureller Angebote eignet
- Frederik Poppe, Hochschule Merseburg: Inklusionsorientierte Kunstvermittlung
- Anna Jehle und Juliane Schickedanz, Kunsthalle Osnabrück: Wessen Norm? Wessen Verantwortung? Barrierefreiheit in die kuratorische und institutionelle Praxis integrieren
Set #12 Digitale Vermittlung
Projektbegleitend fand 2022 die Diskursreihe „Set #12 Digitale Vermittlung“ statt. Diese widmete sich der Transformation von Kulturinstitutionen in Zeiten erstarkender digitaler Lern- und Begegnungsräume, den Potenzialen digitaler Vermittlungsformate für Partizipation und Selbstermächtigung sowie der möglichen Verbindung digitaler und analoger Vermittlungsformate.
Folgende Veranstaltungen luden zur gemeinsamen Diskussion ein:
- Marta Colombo, Staatliche Museen zu Berlin: Digitale Wunderbox: Wenn analog und digital verschmelzen
- Martina Leeker, Universität Köln: Strategien für eine zukunftsorientierte digitale Wissensproduktion
- Daniela Bystron, Brücke-Museum, Kristen Storz, Museum Brandhorst: Digitale Medien im Museums- und Sammlungskontext
- Amarina Bauernfeind, Museum Ulm, Alina Fuchte, NRW-Forum Düsseldorf: Kollaborative und partizipative Strategien der digitalen Interaktion und Teilhabe im Kunstbetrieb
SET #13 READY STEADY GO: Museen inklusiv!
2023 widmete sich eine der regelmäßig im Haus Bastian stattfindenden Diskursreihen dem Thema Inklusion. Fragen zur Sichtbarkeit von Queerness und Behinderung im Museum, kooperativer Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung sowie der Theorie der trilemmatischen Inklusion wurden aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, Forschungsansätzen und Praxisbezügen beleuchtet und diskutiert.
Folgende Beiträge luden zur gemeinsamen Diskussion ein:
- Kate Brehme, Schwules Museum: Queering the Crip, Cripping the Queer. Sichtbarkeit von Queerness und Behinderung im Museum
- Sabina Leßmann, Kunstmuseum Bonn: Tandems in der Kunstvermittlung
- Lena Marie Staab, Humboldt Universität Berlin: „… und von da an führte sie ein glückliches Leben“ – Zum Zusammenhang von Differenz, Collage und der Theorie der trilemmatischen Inklusion
- Thikwa Werkstatt: Körperbilder – Bilderkörper
SET #14 Outreach
2023/2024 wurde eine der regelmäßig im Haus Bastian stattfindenden Diskursreihen unter das Thema Outreach gestellt. An vier Abenden wurden aus unterschiedlichen Perspektiven die Erwartung an sowie die Wirksamkeit von Outreach-Projekten beleuchtet. Diskutiert wurden zudem Notwendigkeiten und Strategien zur Verstetigung gewonnener Erfahrungen.
Folgende Beiträge luden zur gemeinsamen Diskussion ein:
- Susanne Gesser, Historisches Museum Frankfurt: Das Museum von morgen braucht die Gesellschaft
- Stefanie Holzheu, Mobiles Futurium: Futurium on Tour – Zukünftebildung in Schulen
- Karin Mohr, RuhrKunstMuseen: Museale Vermittlung im Wandel? – Anspruch, Wirklichkeit und das Dazwischen
- Team Outreach und Gesellschaft, Staatliche Kunstsammlungen Dresden: Das dezentrale Museum. Community Projekte in ländlichen Räumen
Tischgespräche
Ein Setting aus Campingtischen und Materialien im unmittelbaren Ausstellungskontext bot den Rahmen für Diskussionsreihen zu wechselnden Themen. Das Format zeichnete sich durch eine klare formale und inhaltliche Konzeption aus. Es startete immer mit einem Impuls einer*s Expert*in, der die studentischen Teilnehmer*innen inspirieren sollte, miteinander ins Gespräch zu kommen, Verbindung zu den umgebenden Objekten und den eigenen Erfahrungen herzustellen. „TISCHGESPRÄCHE“ fanden z.B. zu den Themenfeldern „Race / Class / Gender“, „Wissenskulturen“ oder „Alt / National / Galerie“ statt.
Zwei auf der Insel
Jeweils dienstags und donnerstags bot ein Setting aus einem Tisch und zwei Hockern in der Mittagszeit Gelegenheit, mit den Mitarbeiter*innen der Staatlichen Museen zu Berlin ins Gespräch zu kommen: über Lieblingswerke der Direktor*innen, die Leidenschaften der Kurator*innen, die Arbeitsfelder der Museolog*innen oder die Herausforderungen der Restaurator*innen.
