Module

Alle Projekte im Haus Bastian sind modulhaft aufgebaut. Sie bestehen aus verschiedenen Programmbausteinen, die in der Regel die Bereiche public und professional berücksichtigen. Die Module werden nach den Bedürfnissen des jeweiligen Projekts eingesetzt und inhaltlich ausdifferenziert. Im Zusammenspiel der Projekte entsteht so eine vernetzte Angebotsstruktur. Wiederkehrende Module im Bereich public sind z.B. Aktionstage, Projekttage, Projektwochen und Workshops. Der Bereich professional formiert sich z.B. durch Arbeitskreise, Diskussionsreihen, Fortbildungen und Qualifizierungsreihen.

Qualifizierungsreihen

Haus Bastian nahm seine Rolle als Kompetenzzentrum für kulturelle Bildung auch in der Konzeption und Umsetzung von Qualifizierungsreihen für Mitarbeiter*innen von Kultur- und Bildungsinstitutionen und Studierende wahr. Die aus mehreren Modulen bestehenden Veranstaltungen wurden praxisnah aus den großen Modellprojekten und den damit verbundenen drängenden Fragestellungen der kulturellen Bildung abgeleitet. In der Regel wurden Kooperationspartner*innen eingebunden. Fünf unterschiedliche Modelle wurden erprobt:

Der Lehrgang „Outreach in Kulturinstitutionen“ richtete sich gezielt an angestellte Mitarbeiter*innen von deutschen Museen und Gedenkstätten. Das internationale Format ACROSS GENERATIONS“ bezog zu Fragen intergenerativer Vermittlungsarbeit Mitarbeiter*innen von Museen und Goethe-Instituten in Süd-Ost-Europa mit ein. Im Rahmen von „READY STEADY GO: Museen Inklusiv“ wurden Vermittlungstandems von Menschen mit und ohne Behinderung ausgebildet. Die Reihe „Kolonialismus – Körper, Kunst, Kultur 2022“ führte kulturelle, historische und politische Bildner*innen zusammen. „TEAM MENTORIUM“ nahm die Ausbildung und Teilhabe von Studierenden in den Fokus.


Fortbildung Qualifizierungsreihe

Qualifizierungsreihe

Eine Qualifizierungsreihe richtete sich an Mitarbeiter*innen der Partnermuseen in Athen, Berlin, Istanbul, Sofia und Tirana. Sie bestand aus zwei dreitägigen Veranstaltungen in Athen und Berlin sowie sechs Online-Fortbildungen. Die Teilnehmer*innen setzten sich mit aktuellen Bildungstheorien und -konzepten sowie Beispielen aus der Praxis auseinander. Sie erweiterten ihre methodisch-didaktischen Kompetenzen und entwickelten gemeinsam Ideen für generationenübergreifende Bildungsprojekte in ihren Museen. Das Trainingsprogramm wurde von Expert*innen der kulturellen Bildung aus Deutschland konzipiert und von den Mitwirkenden aus den beteiligten Ländern in einem Peer-to-Peer-Lernprozess angepasst. Eine Moderatorin aus Griechenland begleitete diesen Prozess.

Im Zuge der intensiven Zusammenarbeit formierte sich ein internationales Netzwerk mit vielfältigen Kompetenzen, das über die Projektlaufzeit hinaus Bestand hat.

Qualifizierungsreihe

Qualifizierungsreihe

Im September 2023 startete die Qualifizierungsreihe „Outreach in Kulturinstitutionen“, die sich an Mitarbeiter*innen von Museen und anderen Kultureinrichtungen richtet. In sechs Modulen werden praxisnah verschiedene Schwerpunkte von Outreach diskutiert und bearbeitet. Referent*innen gaben Impulse zu Fragestellungen wie: Vom Projekt bis zur Gesamtstrategie. Wie können neue Nutzer*innengruppen aktiv eingeladen und eingebunden werden? Mit welchen Formaten, Methoden und Materialien können neue Orte erreicht und bespielt werden? Welche Prozesse – von der Organisationsentwicklung bis zur Diversitätssensibilität – ergeben sich für Kulturinstitutionen durch Outreach-Projekte? Im letzten Modul zeigten die Teilnehmer*innen Anwendungsmöglichkeiten des Erlerneten für ihre Insitutionen auf.

Fortbildung Qualifizierungsreihe

Qualifizierungsreihe „Kolonialismus – Körper, Kunst & Kultur 2022“

Außerdem wurde in Kooperation mit dem Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum – EPIZ die Qualifizierungsreihe „Kolonialismus – Körper, Kunst & Kultur 2022“ realisiert, die ein breites Spektrum von Mitarbeiter*innen der kulturellen, historischen und politischen Bildung ansprach. Nicht zuletzt wurde die Expertise von „Politische Bildung in Museen“ für Schulungen der Mitarbeiter*innen der Staatlichen Museen zu Berlin genutzt und erreichte Kurator*innen, Vermittler*innen sowie Service- und Aufsichtskräfte.

Fortbildung Qualifizierungsreihe

Team Mentoring + Auf ein Werk

Im zweisemestrigen Qualifizierungslehrgang „TEAM MENTORIUM“ erlernten Studierende Methoden der dialogischen, performativen und künstlerischen Kunstvermittlung. Angeleitet wurden sie dabei im ersten Semester von externen Expert*innen und internen Mitarbeiter*innen des Referats Bildung, Vermittlung, Besucherdienste. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „AUF EIN WERK“ führten sie im folgenden Semester Studierende verschiedener Hochschulen durch die Museen, erprobten die neu erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen in der Praxis und erhielten professionelles Feedback. Der Qualifizierungslehrgang stand Studierenden aller Fachrichtungen und Semester offen. Die Absolvent*innen erhielten ein Zertifikat.

Fortbildung Qualifizierungsreihe

Vermittlungstandem

Zentrale Idee des Projekts war die Ausbildung und Beschäftigung von Vermittlungstandems, die sich als ein Duo von Vermittler*innen mit und ohne Behinderung verstanden. In enger Zusammenarbeit mit Mitarbeiter*innen der Thikwa Werkstatt für Theater und Kunst und des RambaZamba Theaters sowie selbstständigen Künstler*innen und Kulturvermittler*innen wurden sechs Vermittlungstandems ausgebildet. Besonderes Augenmerk lag auf der Stärkung der Kompetenzen der Tandemmitglieder, der Sensibilisierung für Bedürfnisse und Fähigkeiten des Gegenübers sowie der Klärung von Zuständigkeiten und Rollenverteilungen. Im Team wurden Konzeptionen für Workshops und Ausstellungsgespräche entwickelt, die sich an alle Besucher*innen von Museen richten sollten. Die Vermittlungstandems kamen erstmals im Rahmen des „Kulturfestivals“ auf der Museumsinsel zum Einsatz. Seit Herbst 2023 leiteten sie zudem die Familienworkshops im Haus Bastian an und wurden in den Regelbetrieb des Alten Museums und der Alten Nationalgalerie integriert.